Keine Lust auf Sex (Teil 2)

Gebranntes Kind scheut das Feuer:
Die Auswirkungen negativer Erfahrungen auf unser Lustempfinden

Manchmal machen wir negative Erfahrungen in der Sexualität und entscheiden uns ganz bewusst, uns dem nicht mehr auszusetzen.

Gar nicht so selten ist es aber auch, dass wir uns teilweise an negative Erfahrungen nicht mehr erinnern. Trotzdem können solche Ereignisse z. T. gravierende Auswirkungen haben: Auf unsere Fähigkeit in Beziehung zu treten, sich an der Sinnlichkeit unseres Körpers zu freuen, lustvoll orgasmisch sein zu können und anderes mehr.

Keine Lust auf Sex hat in der Regel seine Gründe, denn Sexualität stellt man nicht einfach so ab, wenn sie zutiefst nährend und erfüllend wäre. Guter Sex gibt Energie, die wir für unseren Alltag gut gebrauchen könnten!

Schon am chinesischen Kaiserhof wusste man von der positiven Wirkung der sexuellen Energie auf die Gesundheit und Studien aus dem Westen bestätigen dies mittlerweile.

Diese Artikelserie in mehreren Teilen soll ein paar mögliche Gründe für die Sex-Unlust, und gleichzeitig auch Lösungsansätze aufzeigen, wie du einen besseren Zugang zur Quelle der Lust, Lebendigkeit und Energie gewinnst.

Also … was hindert uns eigentlich daran aus dieser, uns naturgegebenen und innewohnenden, Quelle der Lust zu schöpfen? Wo verlieren wir unnötig Energie?

Was hat Essen mit Sex zu tun? Nun … beides kann äusserst sinnlich, gelungen, nährend, befriedigend oder auch zutiefst unbefriedigend sein.

Beim Essen geniessen wir alle Geschmacksnuancen eines Gerichtes von salzig, süss, sauer bis zu exotisch, und lassen uns zum Dessert den warmen Schokoladekuchen auf der Zunge zergehen. Nach einem feinen Essen sind wir meist so richtig zufrieden. Es muss nicht immer ein raffiniertes 5-Gang-Menü sein, sondern zuweilen hat auch ein Brot mit Käse, nach einer anstrengenden Wanderung, eine ähnliche Wirkung.

Nun schlage ich vor über Sex auch so zu sprechen wie über das Essen:

„Ich hab heute Mittag einen super Sandwich im Stehen gegessen, weil ich wenig Zeit hatte und war danach so richtig genährt für den Nachmittag.“

oder ...

Hast du dich schon mal gefragt, weshalb es Schamhügel und Schamlippen heisst, anstatt Lusthügel und Lustlippen?

Gar nicht aufgefallen? Na, das ist ja auch kein Wunder, denn wir benutzen in der Regel diejenigen Wörter, die man uns beigebracht hat.

Spielt eh keine Rolle? Oder etwa doch?