Eine Ode an den Körper

Sich selber lieben Sich selber lieben

Was wäre wenn ...

wir unseren eigenen Körper lieben würden, wie das Liebste ausserhalb von uns? Ihn so liebten, wie unseren Partner, unsere Kinder, die beste Freundin, unseren Hund, eine sorgsam gehegte Pflanze? Ja dann … dann würden wir ihm aufmerksam zuhören, wenn ihn etwas plagt.

Wir lernten seine Sprache … auch wenn wir ihm anfangs, noch etwas unbeholfen, nur „je t’aime“ ins Ohr flüstern könnten. Wir würden uns zärtlich die eigene Hand halten und uns selber eine Umarmung geben, wenn wir sie nötig hätten.

 

Dem schmerzenden Bein gönnten wir eine Ruhepause, sprächen ihm Mut zu und wiegten es wie ein Baby in unseren Armen. Wir streichelten sanft unsere Wangen und zwinkerten schelmisch unserem grossen Zeh zu. Wir liebten uns selber, wie wir gerne geliebt würden.

Wir beobachteten unseren Atem … in vollem Gewahrsein, dass unser erster Akt das Einatmen … und der letzte, das Ausatmen und grosse Loslassen ist … und alles dazwischen eine riesige Ansammlung von Körpererfahrungen.

Wir hörten dem Rauschen, Fliessen und Pulsieren in unserem Inneren zu, wie wenn wir in einem klassischen Konzert sässen. Ehrfurchtsvoll und voller Bewunderung lauschten wir den Duetten, Solis, Vibratos, Paukenschlägen und zarten Harfentönen. Wir kämen aus dem Staunen nicht heraus, wie harmonisch sich alles ineinander fügt. Ein ganzes Universum in uns drin!

Vielleicht, ja vielleicht … kämen uns in manchen Augenblicken dieser Sinn-Fonie sogar Tränen der Rührung und Dankbarkeit.

 

 

Urheber und Quelle Fotos:
Mann, sich selber umarmend: ©SIphotography 78206564 / depositphotos.com

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