Keine Lust auf Sex (Teil 2)

Gebranntes Kind scheut das Feuer:
Die Auswirkungen negativer Erfahrungen auf unser Lustempfinden

Manchmal machen wir negative Erfahrungen in der Sexualität und entscheiden uns ganz bewusst, uns dem nicht mehr auszusetzen.

Gar nicht so selten ist es aber auch, dass wir uns teilweise an negative Erfahrungen nicht mehr erinnern. Trotzdem können solche Ereignisse z. T. gravierende Auswirkungen haben: Auf unsere Fähigkeit in Beziehung zu treten, sich an der Sinnlichkeit unseres Körpers zu freuen, lustvoll orgasmisch sein zu können und anderes mehr.

Keine Lust auf Sex hat in der Regel seine Gründe, denn Sexualität stellt man nicht einfach so ab, wenn sie zutiefst nährend und erfüllend wäre. Guter Sex gibt Energie, die wir für unseren Alltag gut gebrauchen könnten!

Schon am chinesischen Kaiserhof wusste man von der positiven Wirkung der sexuellen Energie auf die Gesundheit und Studien aus dem Westen bestätigen dies mittlerweile.

Diese Artikelserie in mehreren Teilen soll ein paar mögliche Gründe für die Sex-Unlust, und gleichzeitig auch Lösungsansätze aufzeigen, wie du einen besseren Zugang zur Quelle der Lust, Lebendigkeit und Energie gewinnst.

Also … was hindert uns eigentlich daran aus dieser, uns naturgegebenen und innewohnenden, Quelle der Lust zu schöpfen? Wo verlieren wir unnötig Energie?

Wir alle sind immer wieder Stress ausgesetzt und dies leider zuweilen auch wenn es um Sexualität geht. Stress im Bett macht einfach keinen Spass … findest du nicht auch?

Nachfolgend erfährst du, wie du mit deiner Atmung relativ schnell wieder entspannen und gleichzeitig auch noch deine Lust steigern kannst.

„Zu früh“ zu kommen kann sowohl für den Mann, wie auch für die Frau, äusserst frustrierend sein. Schon nach kurzer Zeit stellt sich meist ein Teufelskreis aus Versagensängsten, Anspannung und Vermeidungsstrategien ein. Die Angst vor dem Frühzeitigen wird so gross, dass sie zu einem Teil der Ursache wird. Hinzu kommt möglicherweise dann auch noch ein Gefühl der Scham, welches es schwierig macht, darüber zu sprechen.

Die meisten Männer beschäftigen sich erst mit ihrer Prostata, wenn diese ihnen Probleme bereitet. Das ist eigentlich schade, denn einerseits wäre sie eine weitere Lustquelle für den Mann, die ihm ganze neue Dimensionen der Sexualität eröffnen kann, und andererseits lohnt es sich, aus gesundheitlichen Gründen, ihr etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

Vor vielen Jahren, bevor ich mit Tantra in Kontakt kam, dachte ich eine doch einigermassen befriedigende Sexualität zu leben. Nach meinem Empfinden war das auch so: Ich hatte regelmässig klitorale Orgasmen, zuweilen zeitgleiche Orgasmen mit meinem Partner … also eigentlich doch alles paletti. Weshalb sollte ich mich also um irgendwas kümmern? Dass man in der Vagina nicht viel spürt, war für mich normal und dass es anders sein könnte, kam mir gar nicht in den Sinn.

Weshalb der männliche Orgasmus nicht so simpel ist, wie man ihn uns weismachen will

Ein Artikel aus RebelleSociety von Jeremiah Barnes*
übersetzt von Nicole Strübin

Dass mit Burnout-Symptomen nicht zu spassen ist, das wissen wohl die meisten von uns aus dem Umfeld oder gar aus eigener Erfahrung. Doch wie soll man da wieder heraus kommen, wenn man schon in einen Zustand geraten ist, in dem man …

  • häufig seinen Körper nicht mehr oder nur noch wenig spürt?
  • deshalb nur noch am Funktionieren ist?
  • sich kaum mehr entspannen kann, weil der innere Motor auch in der Freizeit weiter auf Hochtouren läuft?

Was wäre wenn ...

wir unseren eigenen Körper lieben würden, wie das Liebste ausserhalb von uns? Ihn so liebten, wie unseren Partner, unsere Kinder, die beste Freundin, unseren Hund, eine sorgsam gehegte Pflanze? Ja dann … dann würden wir ihm aufmerksam zuhören, wenn ihn etwas plagt.

Wir lernten seine Sprache … auch wenn wir ihm anfangs, noch etwas unbeholfen, nur „je t’aime“ ins Ohr flüstern könnten. Wir würden uns zärtlich die eigene Hand halten und uns selber eine Umarmung geben, wenn wir sie nötig hätten.

Was hat Essen mit Sex zu tun? Nun … beides kann äusserst sinnlich, gelungen, nährend, befriedigend oder auch zutiefst unbefriedigend sein.

Beim Essen geniessen wir alle Geschmacksnuancen eines Gerichtes von salzig, süss, sauer bis zu exotisch, und lassen uns zum Dessert den warmen Schokoladekuchen auf der Zunge zergehen. Nach einem feinen Essen sind wir meist so richtig zufrieden. Es muss nicht immer ein raffiniertes 5-Gang-Menü sein, sondern zuweilen hat auch ein Brot mit Käse, nach einer anstrengenden Wanderung, eine ähnliche Wirkung.

Nun schlage ich vor über Sex auch so zu sprechen wie über das Essen:

„Ich hab heute Mittag einen super Sandwich im Stehen gegessen, weil ich wenig Zeit hatte und war danach so richtig genährt für den Nachmittag.“

oder ...

Hast du dich schon mal gefragt, weshalb es Schamhügel und Schamlippen heisst, anstatt Lusthügel und Lustlippen?

Gar nicht aufgefallen? Na, das ist ja auch kein Wunder, denn wir benutzen in der Regel diejenigen Wörter, die man uns beigebracht hat.

Spielt eh keine Rolle? Oder etwa doch?